Gemeinschaftspraxis
Frauenärzte
Dr. med Tomás Bühler
Dr. med. Gabriele Gläser


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Zervixkarzinom (Gebärmuttermundkrebs) – Ursachen

Das Zervixkarzinom geht meist von einer zervikalen intraepithelialen Neoplasie (CIN) aus. Diese hat ihren Ursprung meist am äußeren Muttermund. Es handelt sich bei der CIN um eine Fehlentwicklung des Gewebes.
Der Übergang von einer CIN I in ein Zervixkarzinom ist im Gegensatz zum CIN III sehr viel unwahrscheinlicher.

Grund für die Veränderungen der Zellen liegt unter anderem in einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV).

Biographische Ursachen

  • Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
  • Alter – es sind zwei Erkrankungsgipfel bekannt, zwischen dem 35. und 54. Lebensjahr und ab dem 65. Lebensjahr
  • Niedriger sozioökonomischer Status

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Genussmittelkonsum
    -
    Tabak (Rauchen) [1, 2]
  • Hohe Parität (Zahl der Geburten)
  • Infektion mit den humanen Papillomaviren HPV-6, 16, 18, 31, 33, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66, 68, 70, 73, 82 (durch konsequente Verwendung von Kondomen wird das Übertragungsrisiko einer HPV-Infektion vermindert)
    N. B.: Die HPV-Impfung gegen die beiden häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 kann circa 70 % der Zervixkarzinome verhindern!
  • Schlechte Genitalhygiene

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Frühe und häufige virale genitale Infektionen, vor allem mit dem Herpes-simplex-Virus, oder dem HI-Virus

Medikamente

  • Immunsuppression
  • Langzeiteinnahme von oralen Kontrazeptiva ("Pille")

Weitere Ursachen

  • Positiver HPV-Test (insbesondere bei Frauen über 30 Jahren) – erhöhtes Risiko für eine Zervixdysplasie (zervikale intraepitheliale Neoplasie/CIN)
  • Prostitution


Literatur

  1. Deutsches Krebsforschungszentrum
    Tabakatlas Deutschland 2009. Heidelberg
    http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Tabakatlas_2009.pdf (abgerufen am 20.11.2009)
  2. Secretan B, Straif K, Baan R et al. (2009)
    A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish.
    Lancet Oncol, 10, 1033-1034