Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) – Ursachen
Die Entstehung des Ovarialkarzinoms ist noch nicht vollständig bekannt. Man geht davon aus, dass es durch die sich regelmäßig wiederholenden Eisprünge (Ovulation) zu Verletzungen der Oberfläche des Ovars kommt. Diese wiederkehrenden Verletzungen können dann in seltenen Fällen zu Veränderungen der Zellen führen.
Biographische Ursachen
- Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
- Höheres Alter – obgleich zehn Prozent der Ovarialkarzinome bei Frauen auftreten, die jünger als 40 Jahre sind
- Hoher sozialer/sozioökonomischer Stand
- Hormonelle Faktoren
- Kinderlosigkeit
- Zugehörigkeit zur weißen Rasse
Krankheitsbedingte Ursachen
- Aszendierende (aufsteigende) Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
- Endometriose – gutartige Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut an verschiedenen Stellen inner- und außerhalb der Gebärmutter wächst
- Mammakarzinom (Brustkrebs)
Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)
- Beruflicher Kontakt mit Karzinogenen wie Talkum oder Asbest
Weitere Ursachen
- Hormonersatztherapie in den Wechseljahren (in der Menopause) [2]
- Seltenere Einnahme von Ovulationshemmern ("Pille") als der Durchschnitt der Frauen [1]
Literatur
- Beral V, Doll R, Hermon C, Peto R, Reeves G.,Ovarian cancer and oral contraceptives: collaborative reanalysis of data from 45 epidemiological studies including 23,257 women with ovarian cancer and 87,303 controls. Lancet. 2008 Jan 26;371(9609):303-14
- Beral V; Million Women Study Collaborators, Bull D, Green J, Reeves G. Ovarian cancer and hormone replacement therapy in the Million Women Study. Lancet. 2007 May 19;369(9574):1703-10.
- Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren (interdisziplinärer Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Ob AWMF 032/035 (S2k), Stand August 2008